Osborne Clarke berät Schwabe-Gruppe bei strategischer Beteiligung an Synaptikon

Veröffentlicht am 12th Mai 2026

Osborne Clarke hat die Schwabe-Gruppe bei einer strategischen Beteiligung an der Synaptikon GmbH rechtlich beraten. Synaptikon ist das Unternehmen hinter der Marke NeuroNation und der dauerhaft als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassenen App NeuroNation MED. Mit der Transaktion stärkt Schwabe seine Position im Bereich digitaler Gesundheitslösungen und baut seine Kompetenz im Segment „Mentale Gesundheit“ weiter aus.

Synaptikon mit Sitz in Berlin entwickelt digitale Lösungen zur Förderung der kognitiven Gesundheit und zählt mit über 30 Millionen Nutzenden weltweit zu den führenden Anbietern digitaler kognitiver Interventionen. Die DiGA NeuroNation MED richtet sich an Menschen mit leichten kognitiven Störungen (u.a. ICD-10: F06.7) sowie deren behandelnde Ärzte und Psychotherapeuten. Das multimodale, personalisierte Trainingsprogramm basiert auf wissenschaftlich fundierten Methoden und wird in enger Zusammenarbeit mit renommierten Forschungseinrichtungen in Deutschland kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Schwabe-Gruppe mit Hauptsitz in Karlsruhe gehört zu den international führenden Anbietern pflanzlicher Arzneimittel und Gesundheitsprodukte. Mit Arzneimitteln wie Tebonin® adressiert sie seit vielen Jahren das wachsende Marktsegment rund um kognitive Leistungsfähigkeit und Gehirngesundheit. Durch die Beteiligung an Synaptikon bündelt Schwabe ihre phytopharmazeutische Expertise mit der Digital-Health-Kompetenz von Synaptikon, um ganzheitliche, wissenschaftlich basierte Präventions- und Therapieansätze bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen voranzutreiben.

Strategische Partnerschaft für integrierte Versorgung bei kognitiven Störungen

Ziel der Kooperation ist es, die Stärken beider Partner – Arzneimittelkompetenz und digitale Therapie – zusammenzuführen und innovative Versorgungskonzepte für Patienten mit Konzentrations- und Gedächtnisproblemen zu entwickeln. Im Fokus stehen dabei insbesondere Mild Cognitive Impairment (MCI) und ähnliche Indikationen, bei denen digitale Trainingsansätze, Lebensstil-Interventionen und pharmakologische Unterstützung sinnvoll miteinander kombiniert werden können. Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung und einer hohen Dunkelziffer nicht diagnostizierter MCI-Fälle soll die Partnerschaft dazu beitragen, Versorgungslücken zu schließen und neue Standards in der digitalen Gesundheitsversorgung zu etablieren.

Umfassende Beratung zu M&A-, Gesundheits- und IP-Themen

Osborne Clarke hat die Schwabe-Gruppe zu sämtlichen wesentlichen rechtlichen Aspekten der Beteiligung beraten. Im Mittelpunkt standen die Strukturierung und Verhandlung der Beteiligungsdokumentation, gesellschaftsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Einstieg in ein wachstumsorientiertes Digital-Health-Unternehmen sowie regulatorische Themen an der Schnittstelle von Arzneimittel-, Medizinprodukte- und Digital-Health-Recht. Darüber hinaus umfasste die Beratung IP-rechtliche Fragestellungen zu Schutzrechten, Daten und Plattformtechnologie.

Das Osborne Clarke Team unter der gemeinsamen Federführung von Robert Marx und Till-Manuel Saur (Partnerverantwortung) bestand aus David Hamala, Lea Daase (alle Corporate / M&A), Dr. Jens Schefzig, Dr. Tobias Rothkegel, Runa Wohlthat, Benedikt Siebelmann, Dr. Konrad Lang, Hanna Meyer (alle IT / Datenschutz / Cybersecurity), Dr. Tim Reinhard, Larissa Mößmer, Marina Fröhlich, Dr. Jonas Völkel (alle IP / Health-Regulatory), Alexander Schlicht, Anna Lehner, Karina Naumann (alle Employment), Florian Merkle, Patrick Seiler, Stephanie Bihler (alle Tax), Thomas Schnabel, Niklas Demmer (beide Real Estate), Lea Hauser (Merger Control), Laura Valeske und Zübeyde Aldemir (beide Legal Project Management).

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