Osborne Clarke berät CoaguSense bei Erwerb des DOASENSE-DOAC-Testing-Geschäfts
Veröffentlicht am 9th April 2026
Osborne Clarke hat CoaguSense, Inc., einen führenden Entwickler von Point-of-Care-Gerinnungsmonitoring-Systemen und Tochtergesellschaft der i-SENS, Inc., bei dem Erwerb des DOAC-Testing-Geschäfts der DOASENSE GmbH, Heidelberg, rechtlich beraten. Mit der Transaktion stärkt CoaguSense seine Position im globalen Markt für Antikoagulanzien-Diagnostik und erweitert sein Portfolio über das klassische Monitoring von Vitamin-K-Antagonisten (VKA) hinaus auf Tests für den dynamisch wachsenden Markt der direkten oralen Antikoagulanzien (DOACs).
CoaguSense hat hierzu eine verbindliche Asset Purchase Vereinbarung zum Erwerb des DOASENSE-DOAC-Testing-Geschäfts abgeschlossen. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt üblicher Closing-Bedingungen und wird innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.
Erweiterung des Point-of-Care-Portfolios um DOAC-Diagnostik
Zum Leistungsumfang der Transaktion gehört insbesondere die DOASENSE-Produktfamilie rund um den DOAC Dipstick, den ersten Point-of-Care-Test zur Detektion von direkten oralen Faktor-Xa- und Thrombinhemmern. Anders als klassische, blutbasierte Assays nutzt der DOAC Dipstick Urinproben und ermöglicht qualitative Testergebnisse innerhalb von rund zehn Minuten – ein wichtiger Baustein für die klinische Praxis in Notaufnahmen, im perioperativen Umfeld und in anderen zeitkritischen Versorgungssituationen.
Zum Produktportfolio zählen neben dem DOAC Dipstick der DOASENSE Reader sowie ergänzende Kontrolllösungen. Die Produkte sind IVDR-CE gekennzeichnet und bei verschiedenen Aufsichtsbehörden registriert, darunter die Europäische Union (EU), die MHRA (Vereinigtes Königreich), die TGA (Australien) und ANVISA (Brasilien).
Die Übernahme des DOASENSE-DOAC-Testing-Geschäfts ergänzt die kürzlich erfolgte europäische IVDR-Zulassung des Coag-Sense® PT/INR Monitoring Systems für die Patientenselbsttestung. In der Kombination entsteht ein breites, praxisnahes Lösungsangebot für das Monitoring sowohl klassischer Warfarin-Therapien als auch moderner DOAC-Behandlungen und festigt die Rolle von CoaguSense als vielseitigen Anbieter im globalen Antikoagulationsdiagnostik-Markt.
„Mit dieser Transaktion bauen wir unser Lifesciences- und Healthcare-Transaktionsgeschäft im Bereich innovativer Diagnostiklösungen weiter aus“, so Robin Eyben, M&A Partner bei Osborne Clarke. „Die Beratung von CoaguSense bei der Übernahme des DOASENSE-DOAC-Testing-Geschäfts zeigt, wie internationale MedTech-Unternehmen ihre Produktportfolios strategisch erweitern, um den klinischen Bedarf an schneller, verlässlicher Gerinnungsdiagnostik im Point-of-Care-Umfeld abzudecken – und welche Rolle durchdachte Transaktions- und Regulierungsstrukturen dabei spielen.“
Umfassende rechtliche Begleitung in einem regulierten MedTech-Umfeld
Osborne Clarke hat CoaguSense umfassend zu den gesellschaftsrechtlichen, vertraglichen, regulatorischen und kartellrechtlichen Aspekten der Transaktion beraten. Die Beratung erstreckte sich unter anderem auf die Strukturierung des Asset Deals, die Verhandlung der Transaktionsdokumentation, IP- und IT-rechtliche Fragestellungen, regulatorische Anforderungen im Medizinprodukte- und Diagnostikbereich sowie kartellrechtliche Themen im Zusammenhang mit der internationalen Ausrichtung des Geschäfts.
Das Team von Osborne Clarke, das CoaguSense bei der Übernahme beraten hat, bestand aus Robin Eyben (Leitung), Maximilian Vocke, Dr. Paul Rhode, Natalie Merkle, Dana Alpar (alle Corporate / M&A), Dr. Florian Reiling, Dr. Jonas Völkel, Anton Salmhofer (alle IP), Julia Kaufmann, Dr. Florian Eisenmenger (beide IT), Marco Aatz, Susanne Schricker (beide Wettbewerbsrecht), Alexander Schlicht, Anna Lehner (beide Arbeitsrecht) und Sarah Grigo (Commercial).