Osborne Clarke investiert mit Neuzugängen in Frankfurt und München umfassend in Patent Litigation und regulatorische Beratung im Bereich Life Sciences

Veröffentlicht am 3 November 2026

Zum 16. November 2026 wechselt Nora Keßler als Equity-Partnerin zu Osborne Clarke und verstärkt die Praxisgruppe IP am Frankfurter Standort maßgeblich. Mit ihr kommen Christoph Palzer als Counsel und Catinca Vidan als Associate. Das Team bringt langjährige Erfahrung im Bereich Patent Litigation mit, laufende Verfahren vor dem Unified Patent Court (UPC) eingeschlossen, und ergänzt das Beratungsangebot des im September eröffneten Standorts gezielt um die Praxisgruppe IP. Darüber hinaus hat Osborne Clarke zum 1. November 2026 Dr. Katrin Helle von White & Case als Counsel für das IP/Life Sciences Regulatory-Team in München gewonnen.

Mit dem Teamzugang stärkt die IP Praxisgruppe von Osborne Clarke ihre Patent-Litigation-Praxis deutlich – mit einem klaren Sektor-Fokus auf Life Sciences & Healthcare, TMT und Automotive sowie mit mehreren zugelassenen Vertreterinnen und Vertretern vor dem Einheitlichen Patentgericht, die laufende UPC-Verfahren betreuen.

Das Team besteht derzeit aus den Partnern Dr. Tim Reinhard und Dr. Johannes Graf Ballestrem, Counsel Dr. Stephan Reisner, Senior Associate Jan-Willem Pruegel sowie drei weiteren Associates. Dr. Tim Reinhard, seit 1996 zugelassen und Leiter der Praxisgruppe Intellectual Property, berät seit über zwei Jahrzehnten nationale und internationale Unternehmen im Patent- und Wettbewerbsrecht. Dr. Johannes Graf Ballestrem ist seit über 20 Jahren auf Patentrecht und Technologiestreitigkeiten spezialisiert. Nach seiner Tätigkeit bei einer führenden internationalen Wirtschaftskanzlei in Düsseldorf wurde er 2019 Partner bei Osborne Clarke. Er vertritt Mandanten vor Zivil- und Schiedsgerichten sowie in Rechtsbeständigkeitsverfahren und ist ebenfalls als UPC-Vertreter zugelassen. 

Osborne Clarke verfügt damit auch in Deutschland über ein vollständig integriertes Patent-Litigation-Team, das nationale Verfahren, Schiedsgerichtsbarkeit und mit vier zugelassenen UPC-Vertreterinnen UPC-Verfahren aus einer Hand betreut. Das Frankfurter Team ergänzt dabei die Praxisbereiche Private Capital und M&A am Standort und stärkt den integrierten Beratungsansatz in den Kernsektoren TMT und Life Sciences & Healthcare.

„Die Neuzugänge setzen unseren strategischen Ausbau im Bereich Disputes, im Sektor Life Science & Healthcare und am Standort Frankfurt fort“, so Nicolas Gabrysch, Managing Partner, Osborne Clarke Deutschland. „Mit ihnen verbreitern wir die fachliche Basis für Schutz und Durchsetzung geistigen Eigentums und stärken die Grundlage, um unseren Mandanten eine noch umfassendere Beratung aus einer Hand zu bieten.“

Nora Keßler berät nationale und internationale Unternehmen schwerpunktmäßig im Patentrecht, mit besonderem Fokus auf streitige Auseinandersetzungen – national wie vor dem UPC. Zu ihren Mandanten zählen Unternehmen aus den Bereichen Pharma und MedTech sowie Automobilzulieferer. Ihre Laufbahn begann sie 2004 bei Jones Day. Seit 2013 war sie Partnerin bei Klinkert Partners, bevor sie Ende 2024 gemeinsam mit dem IP-Team zu BluePort Legal wechselte. Keßler ist Lehrbeauftragte an der Universität Frankfurt und als Vertreterin vor dem Einheitspatentgericht zugelassen.

Christoph Palzer berät und vertritt in- und ausländische Unternehmen im gewerblichen Rechtsschutz, vorwiegend in streitigen patentrechtlichen Auseinandersetzungen. Er ist seit 2019 als Rechtsanwalt zugelassen und wechselte Ende 2024 von Klinkert Partners als Salary Partner zu BluePort Legal. Auch Palzer ist als Vertreter vor dem Einheitspatentgericht zugelassen und begleitet laufende UPC-Verfahren.

Catinca Vidan kam ebenfalls mit dem IP-Team von Klinkert Partners zu BluePort Legal. Sie studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einem Schwerpunkt im Immaterialgüterrecht und absolvierte ihr Referendariat in Frankfurt am Main. Seit 2024 ist sie Volljuristin. Ihr fachlicher Fokus liegt auf dem Patentrecht; berufsbegleitend absolviert sie einen LL.M. im Bereich Intellectual Property.

„Mit Nora Keßler und ihrem Team machen wir einen weiteren Schritt in der Ausrichtung unserer Praxisgruppe auf Patentstreitigkeiten. Dies ist eine gezielte und ambitionierte Weiterentwicklung unserer nationalen und internationalen Strategie: In den vergangenen Jahren haben wir unseren Fokus auf Patentstreitigkeiten sowohl auf nationaler Ebene als auch vor dem UPC konsequent verstärkt. Die Neuzugänge werden diese Entwicklung nun deutlich beschleunigen“, sagt Dr. Tim Reinhard, Leiter der Praxisgruppe IP bei Osborne Clarke Deutschland.

Dr. Katrin Helle berät nationale und internationale Unternehmen, Private-Equity-Fonds und strategische Investoren zu regulatorischer Compliance, Health-Tech-Regulierung und digitalen Plattformen. Sie begleitet innovative Healthcare-Produkte und digitale Versorgungsmodelle von der Konzeption bis zur Markteinführung und Erstattung. Weitere Schwerpunkte sind Forschungsprojekte, KI-Regulierung und Haftungsfragen bei intelligenten Medizinprodukten. Dabei arbeitet sie eng mit den Patent-Litigation-, Datenschutz- und KI-Experten von Osborne Clarke zusammen.

„Mit Dr. Katrin Helle gewinnen wir eine erfahrene Expertin im deutschen Healthcare-Regulierungsrecht. Ihre einzigartige Kombination aus tiefgreifendem regulatorischem Know-how, Health-Tech-Expertise und langjähriger Beratungserfahrung ist eine hervorragende Ergänzung für unser Team und unsere Mandanten – gerade an der Schnittstelle zwischen Regulatorik und Patent Litigation im Life-Sciences-Sektor“, so Andrea Schmoll, Sektorleiterin Healthcare & Life Sciences.

Patent Litigation: Substanz, Spezialisierung, europäische Vision

Osborne Clarke gehört zu den wenigen Kanzleien, die Patent-Litigation-Kompetenz auf nationaler Ebene und vor dem UPC aus einem vollständig integrierten europäischen Netzwerk heraus anbieten. Der deutsche Ausbau ist Teil einer konsequenten paneuropäischen Wachstumsstrategie: Im Vereinigten Königreich vertritt das Team regelmäßig Mandanten in komplexen Life-Sciences- und SEP/FRAND-Streitigkeiten; 2026 wurden die Practices in Spanien und den Niederlanden jeweils um einen Partner verstärkt, 2024 erfolgten zwei Partnerbeförderungen im belgischen IP-Litigation-Team. Weitere Zugänge in Frankreich und Italien sind geplant. Mandanten, die Patentrechte in mehreren Rechtsordnungen schützen und durchsetzen, erhalten so einen einheitlichen strategischen Beratungsansatz aus einer Kanzlei.

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