Osborne Clarke berät mika bei Seed-Finanzierungsrunde über EUR 6 Millionen für KI-native Alternative zum Steuerbüro

Veröffentlicht am 5 Oktober 2026

Osborne Clarke hat die Get Mika GmbH („mika“), ein vertikales KI-Start-up mit Sitz in Berlin, bei ihrer Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von EUR 6 Millionen umfassend beraten. Mit der Finanzierung baut mika seine KI-native Infrastruktur für Buchhaltung, Steuern und Finanzen für kleine Kapitalgesellschaften weiter aus und beschleunigt das Wachstum im deutschen KMU-Segment.

Die Seed-Runde wird vom europäischen Venture Capital-Investor Smedvig Ventures angeführt. Außerdem beteiligen sich das Basler Family Office Wecken & Cie. (Care4 AG) sowie die studiVZ-Mitgründer Dennis Bemmann und Michael Brehm, limango-Gründer Johannes Ditterich und Martina Pfeifer (encourageventures). Die Bestandsinvestoren Keen Venture Partners und Dutch Founders Fund stocken ihre Beteiligungen auf. Die Transaktion unterstreicht die hohe Attraktivität von KI-nativen Finance- und TaxTech-Geschäftsmodellen im europäischen Start-up-Ökosystem und zeigt zugleich, wie internationale VCs zunehmend komplex regulierte Segmente adressieren.

Statt das klassische Steuerbüro zu digitalisieren, konzipiert mika Buchhaltung, Steuern und Finanzen als KI-native Infrastruktur für kleine Kapitalgesellschaften neu. Für GmbHs und UGs übernimmt mika die laufende Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldungen, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen – gestützt auf ein eigenes, KI-basiertes Hauptbuch, das Belege und Zahlungen im deutschen Rechtsrahmen versteht und verarbeitet. Ziel ist es, Gründenden den Zugang zum Unternehmertum zu erleichtern, indem bürokratische Hürden und Kosten für Standardprozesse spürbar gesenkt werden.

„Gerade im deutschen Markt mit seiner besonders komplexen Verzahnung von Buchhaltung und Steuerrecht sind KI-native Lösungen wie mika ein hoch spannendes Beispiel dafür, wie Technologie Zugänge öffnet: zur Gründung, zur Professionalisierung der eigenen Finanzprozesse und zu einer effizienteren Zusammenarbeit mit der Steuerberatung“, sagt Robin Eyben, Partner bei Osborne Clarke. „Die Seed-Runde von mika zeigt sehr deutlich, dass internationale Venture Capital-Investoren bereit sind, früh und substanziell in Start-ups zu investieren, die sich bewusst in anspruchsvolle, stark regulierte Domänen wagen – und dort echte Infrastruktur bauen, nicht nur Oberfläche.“

Umfassende Beratung zur Strukturierung der Seed-Finanzierungsrunde

Osborne Clarke hat mika zu sämtlichen gesellschaftsrechtlichen und vertraglichen Aspekten der Seed-Finanzierungsrunde beraten. Dies umfasste insbesondere die Strukturierung der Beteiligung unter Einbindung verschiedener neuer und bestehender Investoren, die Ausgestaltung der venture-capital-typischen Beteiligungs- und Governance-Regelungen sowie die Verhandlung der Finanzierungsdokumentation mit dem internationalen Investorenkreis.

Das Osborne Clarke Team stand unter der gemeinsamen Federführung von Giovanni Alexandrov und Robin Eyben (Partnerverantwortung) und umfasste zudem Vanessa Petre Linbenciuc (alle Corporate / Transactions).