Osborne Clarke berät Return Energy bei Abschluss des bislang größten festpreisbasierten virtuellen Flexibilitätsabkommens in Europa mit ENGIE
Veröffentlicht am 10th Februar 2026
Osborne Clarke hat Return Energy („Return“), einen unabhängigen Anbieter von Energiespeicherlösungen, bei dem Abschluss einer langfristigen virtuellen Flexibilitätsvereinbarung (virtual Flexibility Purchase Agreement – vFPA) mit ENGIE rechtlich beraten. Die Vereinbarung für den deutschen Markt tritt ab 2027 in Kraft, umfasst 100 MW an virtueller Speicherkapazität (BESS) und gilt als bislang größtes vollständig festpreisbasiertes vFPA in Europa.
Mit dem vFPA stellt Return ENGIE ein einheitliches, virtuelles Flexibilitätsportfolio zur Verfügung, das ENGIE am Großhandelsmarkt sowie auf verschiedenen Regelenergiemärkten optimieren wird. Die langfristige, festpreisbasierte Struktur verschafft ENGIE Planungssicherheit bei Flexibilitätskapazitäten und unterstützt das Ziel, Kunden zunehmend 24/7‑Grünstromlösungen anzubieten.
Deutschland als Schlüsselmarkt für Flexibilität und Batteriespeicher
Deutschland ist für Return ein Schlüsselmarkt, geprägt durch einen hohen Anteil erneuerbarer Energien und einen dynamisch wachsenden Bedarf an Flexibilität. Das vFPA mit ENGIE ist ein zentraler Baustein der europäischen Wachstumsstrategie von Return: Das Unternehmen ist neben Deutschland bereits in den Niederlanden, Belgien und Spanien aktiv und baut mit Unterstützung des Investors APG sein Portfolio an Batteriespeicherprojekten in Europa weiter aus.
Durch das Bündeln dezentraler Batteriespeicher in einem virtuellen Portfolio wird Flexibilität effizient in den Energiemarkt integriert. Das Modell unterstützt den Ausgleich von Stromangebot und ‑nachfrage bei volatil einspeisenden erneuerbaren Energien, reduziert Netzengpässe und stärkt die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig setzt die langfristige vertragliche Struktur ein wichtiges Signal für die bankfähige Skalierung dezentraler Speicherlösungen.
ENGIE bringt in die Zusammenarbeit ihre Expertise in Handel, Strukturierung und Origination ein. Die Kombination aus technischer Plattform von Return, dezentraler Flexibilität und strukturiertem Vermarktungsansatz von ENGIE zeigt, wie sich neue, marktorientierte Geschäftsmodelle für Flexibilität in Europa etablieren lassen.
„Die vereinbarte Struktur zeigt, wie sich dezentrale Batteriespeicher über virtuelle Portfolios zu einer bankfähigen, skalierbaren Assetklasse entwickeln lassen – mit langfristiger Preis- und Planungssicherheit für beide Seiten. Besonders spannend ist die konsequent festpreisbasierte Ausgestaltung des vFPA, die einen klaren Rahmen für Investitionen in Flexibilitätskapazitäten schafft und zugleich Raum für innovative Vermarktungsstrategien lässt“, so Anna von Bremen, Partnerin bei Osborne Clarke.
Osborne Clarke hat Return umfassend zu den energiewirtschaftlichen, regulatorischen und vertragsrechtlichen Aspekten der Strukturierung und Verhandlung des vFPA beraten. Schwerpunkte der Beratung lagen insbesondere auf der Ausgestaltung der langfristigen, festpreisorientierten Erlösstruktur, der vertraglichen Abbildung des dezentralen Batteriespeicherportfolios und dessen Bündelung in einem virtuellen Flexibilitätsportfolio sowie der Einordnung der Flexibilitätsvermarktung in den deutschen Regulierungsrahmen.
Das Osborne Clarke Team, das Return bei der Transaktion beraten hat, bestand aus Anna von Bremen (Federführung) und Rahel Brockmann.